Untersuchungen

Vorzeitiger Samenerguss lässt sich meist mit einer einfachen ärztlichen Untersuchung erkennen, aber manchmal können weitere Tests ratsam sein.

Meist reicht die ärztliche Untersuchung aus, um die Ursache des vorzeitigen Samenergusses festzustellen. Psychische Faktoren können insbesondere dann eine Rolle spielen, wenn der bisherige Verlauf auf primären (seit dem ersten Geschlechtsverkehr) vorzeitigen Samenerguss hindeutet. Aber besonders bei sekundärem vorzeitigem Samenerguss wird der Arzt unter Umständen weitere Laboruntersuchungen veranlassen, um mögliche Erkrankungen festzustellen, die zur vorzeitigen Ejakulation führen können.1

Diese Tests umfassen meist eine Analyse der Samenflüssigkeit und des Urins, um bakterielle Infektionen auszuschließen. Gegebenenfalls wird dabei gleich ermittelt, welches Antibiotikum zur Behandlung der Infektion geeignet ist. Außerdem werden häufig Hormontests zur Kontrolle der Schilddrüsenfunktion durchgeführt.1

Darüber hinaus kann der Arzt es als sinnvoll erachten, weitere diagnostische Verfahren anzuordnen, z. B.: Ultraschalluntersuchung der Hoden, Ultraschalluntersuchung der Prostata mittels Rektalsonde, Untersuchung der Penisnerven (teilweise Beurteilung der möglichen Überempfindlichkeit der Eichel).2,3

1. Mathers MJ, Sommer F, Degener S, et al. Die Ejaculatio praecox in der urologischen Praxis. Aktuel Urol 2013;44(01):33-39.

2. Xin ZC et al. Penile sensitivity in patients with primary premature ejaculation. J Urol 1996;156:979-81.

3. Meares EM. Bacteriologic localization patterns in bacterial prostatitis and urethritis. Invest Urol 1968;5:492-518.